Stenogobiops yashia und Alpheus randalli

(NB: Die Bilder enthalten jeweils einen Link zu einem kurzen DivX-Video, der die darüber gemachten Aussagen illustriert. Download des Codec unter http://www.divx.com/?lang=de)

Im Januar 2005 hat mich mein Aquaristikhändler wieder mal verführt: ein Pärchen Stenogobiops yashia samt Partnerknallkrebs Alpheus randalli bezirzte mich, obwohl einen Monat später Ferien geplant waren. Dass es ein Pärchen ist leite ich nicht nur daraus ab, dass die beiden harmonieren, denn das eine Fischchen trägt am Hinterrand der Bauchflossen je einen dunklen Fleck, die dem Andern fehlen.

Die Drei bezogen zuhause einen 60cm-Würfel im Bastelraum, den sie nicht mit anderen Fischen teilen mussten. Er ist belebt mit lebenden Steinen, einer kleinen Xenia-Zucht, vielen Schnecken und Schwebgarnelen, einigen schwarzen Seehasen, einer noch unbestimmten Alge und Kalkrotalgen unter weissem T5-Licht.  Im Raum sind noch weitere Aquarien, die alternierend beleuchtet werden, so dass es nie ganz dunkel wird. Zusammen mit der Ruhe ist es wohl auch diesem Licht zu verdanken, dass die beiden Grundeln keine Sprungversuche machen.

Die ersten drei Tage waren meine neuen Gäste etwas orientierungslos, sie besetzten nicht einmal die selbe Höhle. Als dann der Knallkrebs in Buddellaune kam und hier und dort Sondierbohrungen anlegte, gesellten sich auch die Grundeln zu ihm und alle schienen zufrieden.

 

Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sie nur die im Aquarium reichlich vorhandenen Schwebgarnelen gefressen. Nun versuchte ich verschiedene Futtersorten aus dem Handel und siehe da, die Grundeln nahmen gerne auch Granulatfutter für Meerfische; so war es kein Problem mehr, sie mehrmals täglich und auch während den Ferien zu versorgen. So kleine Fische sollte man ja nicht nur ein Mal am Tag füttern. Bei diesen Fütterungen stellt man bald fest, dass sie nicht nur an sich selbst denken, sondern fleissig auch Futterbrocken aufnehmen, um sie in die Höhle zu spucken.

 

Der Knallkrebs hat sich nie dabei beobachten lassen, Futterresten zusammenzusuchen. Diesen Job übernahmen zwei Krabben und die Würmer und Schnecken aus dem Lebendgestein. Auch die Grundeln habe ich nie "gründeln" gesehen.

Dafür können sie das Maul aufreissen wie ein Tiefseefisch, mindestens auf die doppelte Körperhöhe. Ich habe das als Drohgebärde interpretiert. Sie zeigen das meist in der Seitenansicht.

In den ersten Stunden seines Tages baggert der Knallkrebs fleissig und lässt sich dabei auch beobachten. Alle paar Tage verlagert er den Eingang. Vielleicht weil da zu wenig grober Korallenbruch zum Sichern des Eingangs vorhanden ist. Ich werde das gelegentlich überprüfen, indem ich mehr grobes Material zur Verfügung stelle. Jedenfalls trägt er nicht nur Steinchen aus der Höhle, sondern greift sich auch mit der schmalen Schere die grössten Brocken der Umgebung und passt diese am Eingang ein.

In dieser Aktivitätsphase konnte ich auch schon beobachten, wie sich eine der Grundeln vor dem Krebs auf die Seite legte. Dieser machte sich auch rasch über den Fisch her, aber nur für Sekunden, um gleich wieder seine Bautätigkeit aufzunehmen.

Hier noch eine undeutliche Aufnahme der erwähnten Schwebgarnelen. Da ich die Grundeln zufüttere, sind sie kein Problem für den Bestand. Ab und zu werden die Glasrosen vielleicht einen Fang machen, aber die Schwebgarnelen gehen sehr nahe an sie und auch die Krustenanemonen heran. Das Risiko ist wohl gering.

 

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